Eine Acht im Mercantour (Seealpen) 2007
| Story Teil II |
Eine alte Idee: Die Gegend um das Refuge de Nice
hatte mir vor Jahren auf den GR 5 (hier GR 55) imponiert: Luftlinie
knapp 30 km vom Mittelmeer entfernt ein wildes Gebirge, mit (damals)
großen Schneefeldern und einem deftigen Gewitter an jedem
Nachmittag, Ende Juni. Viel Wild (Nationalpark). Da der Plan
irgendwie mit einem Urlaubsziel für Chr.'s Familie
zusammenpassen musste, bot sich diese Gegend mit der Nähe zur
Cote d'Azur erst recht an.
Eine weitere Besonderheit ist das
Vallee des Merveilles: Eine ganze Talregion, in der die
gletscherglatten Felsbroken voller Zeichnungen aus der Steinzeit
sind. Leider ist ohne Führung im Gegensatz zu meiner damaligen
Querung des Gebietes praktich nichts mehr zu sehen, das Vallee des
Merveilles selbst ist überwacht,- die passen sogar auf, dass man
keine Wanderstöcke mit Metallspitzen benutzt.
Karten 5 (Argentera Mercantour) und 4 (Valle´e
des Merveilles-Val Vermenagna) der Reihe Alpes sans Frontieres
(teuer), Maßstab 1:25 000, zu beziehen bei Klingenfuss.
(Diese Seite ist eine wahre Fundgrube, und unterhaltsam zu lesen
weil mit Leidenschaft geschrieben).
Wie auf der Seite von
Klingenfuss beschrieben sind diese Führer und Karten sehr gut.
Nachteilig finde ich, dass die Führer viel zu schwer sind. Ich
habe mir deshalb alle wichtigen Informationen rausgeschrieben und
nur die Karten selbst mitgenommen. (Klingenfuss empfiehlt auf seiner
Seite eine Karte zu den Seealpen, ist wohl billiger, kenne ich
nicht).
Karte 1 : 50 000
Editions Didier &
Richard-Grenoble : IGN-France, Reihe „Itineraires Pedestres et a
ski „, Blatt Nr 9: Mercantour
Gutes Kartenbild, deckte leider
nicht unseren ganzen Weg ab, weil die Karte jenseits der
französich-italienischen Grenze abgeschnitten ist. (da sieht
man, wie wichtig das Projekt Alpes sans Frontieres war).
Anregungen für weitere – auch auf den Wanderkarten nicht vermerkte Routen von St. Grat aus hier.
Übernachtungsmöglichkeiten im Gebiet:
Viele CAF-Hütten haben kein Telefon! Man soll über den CAF in Nizza reservieren, was mir unhandlich vorkommt.
CAF de la Cougourde 2090m Tel (in St Martin
Vesubie: 0033 (0)4 93 56 96 87 oder 04 93 03 26 00 (Kein Tel in der
Hütte) anscheinend Selbstversorger, außer bei
Vorbestellung beim CAF Nice Tel 04 93 62 59 99
CAF des
Merveilles 2120 m 79 Betten (Meist sehr frequentiert) tel 04 93
04 64 64
Von St. Dalmes de Tende fast mit dem Auto erreichbar: Gite Neige et Merveilles 1500m 04 93 04 62 40
CAF de Nice 2232m Reservation über CAF NICE?? Fax der Hüttenwirtin (in Tende): 04 93 04 62 74 ?? Ist 2006 bis 2008 wegen Renovierung geschlossen!!!
CAF Madonne de Fenestre 1904m 62 Betten, tel 04 93 02 83 19 Wir haben dort nur Pause gemacht, mit Auto erreichbar. Eine unübertreffliche Tarte des Myrtilles!
CAF Valmasque 2233m Reservation wohl über CAF Nice (Meist ausgebucht, wir haben da Pause gemacht, Personal fanden wir nicht sehr sympathisch).
Privee: de Fontanalbe 2018 04 93 04 69 22 (Hier kann man wenigstens anrufen. Die wollen wohl bei geringer Investition (z.B. Toilette) Geld verdienen,- aber es geht noch, und mit HP ( + 0,5 Wein) für zwei Personen zu 64 € war es eine der billigeren Unterkünfte.
Gite Relais des Merveilles (in St. Grat) 1500m
Tel 04 93 03 43 55. Schlafsaal unterm Dach in einem kleinen
Hotel-Restaurant. Das Essen entsprechend fein, der Schlafsaal in
seltsame Kojen eingeteilt, möchte ihn nicht voll und bei Hitze
erleben. Sonst alles gut. Es gibt eine Küche für die
Randoneure. Einmal HP kostet 35 €
Gite de Boreon: 04 93 03 27 27 ok, wir haben für HP mit Wein zu zweit 42 € bezahlt! (das Hauptgericht war Kartoffelgratin,- wir wurden aber gut satt). Viele Franzosen unterwegs sagten uns, dass die CAF-Hütten unbezahlbar seien, Le Boreon geht also noch.
CAI Federici-Marchesini al Pagar`i 2620m 0039 0171 944943 interessante Lage, einmaliger Hüttenwirt, gutes Essen (vegetarisch), ein Erlebnis. Steinböcke rund um die Hütte. (leider finde ich den Preis nicht mehr).
CAI Edoardo Soria Gianni Ellena 1830m Tel 01711978382 Auch gutes Essen, eher unpersönlich. HP kostet 32 (DAV-Mitglieder) oder 39 €.
CAI Genova 2019 m tel 0039 0171 978138 schöne Lage, wirkte nicht so organisisiert, Essen nicht besonders, HP 32 (DAV) oder 37 €
Um die blödsinnig schweren Alpes-Sans-Frontieres-Führer nicht mitzuschleppen, habe ich mir eine Kartenskizze mit Unterkünften, Wegen, Höhen und Zeiten gemacht, die es mir auch unterwegs ermöglichte, die Planung bei Bedarf zu ändern. Hat sich als sehr praktisch erwiesen. Keine Garantie dafür, dass die Zeiten richtig dem Führer entnommen sind:

Wir sind über Basel-Martigny-Großer St.
Bernhard-Aosta-Turin-Fossano-Cuneo-Colle di Tenda-Tende gefahren. Ob
es die beste Route ist, kann ich nicht sagen. Der St. Bernhard ist
auf jeden Fall seltener zugestaut als der Gotthard. Mein Routenplaner
hatte mir vorgeschlagen, nicht die ganze Umgehung von Turin zu
fahren, sondern am östlichen Stadtrand abzukürzen. Das
misslang, so dass wir eine totale Stadtdurchfahrt hatten, fast 10 km
auf einer vielspurigen Ausfallstraße, bei der an jeder Ampel
ROT war! Das war sehr nervig, weil wir ja am gleichen Tag noch nach
Fontalba aufsteigen mussten, und die uns am Telefon ein Limit wegen
des Abendessens gesetzt hatten. Schließlich war es auch ab
Cuneo eine elende Kurverei auf teils engen, schlechten Straßen,
und sonntäglichem Spazierfahrverkehr.
(Ob es besser wäre,
von der Riviera aus hoch nach Tende zu fahren, kann ich nicht
beurteilen. Diese Straße haben wir von St. Dalmas du Tende bis
Breil sur Roya kennengelernt: Paar Ortsdurchfahrten, und eng und
kurvig durch die imposanten Gorges du Saorge....)
Die Straße
von St. Dalmas du Tende hoch nach Caterino ist eng, sehr serpentinig,
fanden wir auf dem Hinweg schon recht abenteuerlich- genauer: Chr.,
denn mir war sowieso spei- und sterbeübel. (Nach der Gewöhnung
an die Berge sieht es auf dem Rückweg immer weniger
bedrohlich aus, aber es ist schon Glück, wenn man gewisse
Passagen ohne Gegenverkehr fahren kann.)
Nach der Tour waren
wir noch bei Menton. Eigentlich wollten wir von dort aus nochmal mit
Chr.'s Kindern in die Seealpen, aber kamen dann doch nicht in die
Gänge, unter anderem deshalb, weil auch von dort aus die Anfahrt
mühsam und zeitraubend ist, egal, welche Ecke man anstrebt.
Story (dies ist 6 Monate danach geschrieben, die Erinnerung ist etwas blass)
Sonntag, 8. Juli 2007. Anreise, ca 5.00 Uhr oder so ab Krefeld, jedenfalls waren wir um 17.30 Uhr erst in Casterino, ich noch völlig seekrank und weiter würgend,- aber das gibt sich ja beim Bergaufgehen. Das Auto stellten wir unmittelbar neben das Infogebäude. Dann also nach Packen und kurzem Räumen endlich los, knapp 2 Std. hoch. Die Hütte liegt noch in den Zirben, privat, es wird unter freiem Himmel gekocht, sanitäre Anlagen und manches andere nicht gerade aufwändig und gepflegt. Wir waren etwas zu spät zum Abendessen, das war gut und kräftig. Am Nachbartisch eine große Gruppe jüngerer Leute aus verschiedenen Ländern (also zw. 20 und 35 ...), darunter eine Rumänin, es wurde aber über Holland gesprochen.
Die schlechte Nachricht: Das Refuge de Nice, Ziel des nächsten Tages und Dreh- und Angelpunkt unserer "Acht", ist geschlossen, wir müssen am nächsten Tag nach St. Grat absteigen.
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Montag. Bewölkter Himmel, ab und zu Regen. Zunächst Natursträßchen. Dann auf Pfad zum Pass. Der Wind wird stärker. Als wir fast unten sind, gibt es ein sonniges Wolkenloch. Es ist praktisch 11.00 Uhr, und um diese Zeit, das habe ich gelernt, soll Chr. eine kurze Brotzeit haben. Also halten wir an einem großen Steinbrocken an, und packen den Nudelsalat aus, den Chr. doch tatsächlich mitschleppt. Es wurde nicht viel daraus, denn schon wieder war der Himmel zu, der Sturm blies uns die Nudeln vom Löffel. Also einpacken, und auf zur Baisse du Basto. Dieser Abschnitt, da Teil des GR 55, ist mehr begangen. Wir hätten an diesem Osthang durchaus ein schönes Pausenplätzchen finden können, kam uns aber nicht in den Sinn. Oben an der Baisse eine äußert steife Brise, gegen die man kaum über den Pass kam. Schade: Der Westhang war nicht verschneit wie vor Jahren. Abstieg im immensen felsig-schuttigen Hang. Es ist kalt, grau, unwirtlich, selbst unten bei den Lacs du Niro, also gingen wir immer weiter, am Refuge vorbei, wo tatsächlich gebaut wurde. Bis hierhin wäre es eine angemessene Tagesetappe gewesen, was jetzt noch kam, war, zumal ohne wirkliche Mittagspause, nur noch lang und ermüdend. Wir wählten den orographisch rechten Abstieg nach St. Grat. Eine Gemse sahen wir dort im Felshang. Unten in der Talkerbe trafen wir Franzosen mit Zelt. Die 30-40 EUR pro Nacht sind den meisten zu teuer, und eh sie auf den Urlaub verzichten, richten sie sich eben anders ein. Wir rätselten, nach welcher Talbiegung wir endlich das Dorf sehen könnten. In diesem ging es noch gut 500 m auf Asphalt bis zum Hotel, Ankunft deutlich nach 17.00 Uhr. Jetzt aber blauer Himmel und warm (weil nur 1630 m hoch). Feines Abendessen, zum Glück ist der Schlafsaal nur wenig belegt, es gibt kaum Platz für das Gepäck im Gang zwischen den Pritschen. |
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Dienstag.
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Aufstieg wieder zum Refuge de Nice, diesmal gingen wir auf der anderen Seite, kam mir hübscher, freundlicher vor. Haben auch die Mur des Italiens gesehen, darüber eine kleine Wiese mit Pferd. Etwas rätseln, wie es vom Refuge aus weiter geht, der Pfad ist erst sehr unscheinbar, im steilen Zickzack an einer Wiesenkante hoch. Wie wird wohl der Abstieg zum Refuge Pagari sein? Laut Führer braucht man Pickel und Steigeisen auf dem Gletscher, haben wir alles nicht dabei. Gestern abend am Telefon hat mir der Hüttenwirt versichert, es gehe oben am Pass den roten Markierungen nach nach rechts, ohne Gletscher. Wenn ich es bloß richtig verstanden habe!
Aber erst einmal Pause an den Lacs du Mt. Clapier (letzterer der südlichste Dreitausender der Alpen). Es ist noch früh, zum Pass ein Katzensprung. Wir haben viel Zeit, sind die einzigen hier oben und können den schönsten Grasflecken im Windschatten aussuchen. Später kommen vier ältere Männer aus Nizza, setzen sich höflich etwas auf Distanz, aber ihre überaus gute Laune strahlt zu uns herüber. Bieten uns Pastis an und verbreiten überhaupt gute Stimmung. Nach knapp zwei Stunden zieht es schon wieder etwas zu, besser jetzt doch zum Pass zu gehen. Der Anstieg holt weit nach links aus, der Pass ist flach. Von hier aus sollte man das Mittelmeer sehen können, aber es ist schon zu diesig. Tatsächlich sind hier die „tacchi rossi“ des Hüttenwirts, die uns sicher, auf sorgfältig gebahntem Weg, gletscherfrei zur Hütte geleiten. Es wird regelrecht kalt und bald schneiselt es. (Juli, in Sichtweite des Mittelmeeres!) |
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Die Pagari-Hütte war das Erlebnis
der Wanderung! Schon bei Annäherung fielen die sauberen
Wegweiser auf, mehr noch, dass an den kleinen
Felsblümchen
auf den letzten 40 m zur Hütte kleine Hinweistäfelchen
staken wie in einem botanischen Garten. Der Hüttenwirt
unterhielt sich mit paar Einheimischen aus dem Tal, die dann bald
aufbrachen. Es muss gut sein, wenn man den ganzen Sommer allein auf
2600 m Höhe verbringt, mit Bekannten aus dem Tal zu tratschen.
Er spricht etwas Englisch und Französisch, auch die Sprache des
Val Maira, aus dem er kommt. Ein Bergalternativer, mit Bart und
Pferdeschwanz. Die Hütte ist winzig, für sich selbst hat er
wohl nur einen Verschlag zum Schlafen. Er baut hier oben auf 2600 m
Gemüse an, Salat, Möhren! Braut hier oben selbst eigenes Bier,
zeigt auf entsprechende Patente und Lizenzen, betreibe somit
wohl die am höchsten gelegene Brauerei Europa's. Wir
glaubten es gern. Das Abendessen hatte 6 oder 7 vegetarische Gänge,
sehr viel hier oben gewachsen, das Brot selbst gebacken. Alles eben
sehr liebevoll gemacht und beeindruckend.
Um die Hütte herum lauter Steinböcke. Er wurde gefragt, ob er sie füttere, um sie anzulocken. Nein, im Gegenteil, er habe alles getan, sie zu vertreiben. Früher habe es hier keine Toilette gegeben, mit dem Effekt, dass alle in engem Umkreis der Hütte gepinkelt hätten. Die Steinböcke seien gekommen, um das Salz des Urins zu lecken! Seit nun eine Toilette da sei, kämen sie immer näher an die Hütte heran und kackten alles voll. Nach allen Versuchen sie auf Abstand zu bringen sei er jetzt dazu übergegangen, weiter weg von der Hütte zu pinkeln, das habe etwas Erfolg. ...
Im Hintergrund querten Steinbock-Zicklein immer wieder flitzend den steilen Rest des Gletschers, die glatte Rennpiste machte ihnen wohl Spaß.
Es wurde immer kälter und begann zu schneien. Kalt auch in der Hütte, vor allem im Schlafraum. Wir waren etwa 12 Gäste, Ein älterer Herr aus dem Mairatal, mit dem der Wirt in deren Sprache sprach, der am nächsten Morgen nach Aufstieg zum Pagaripass den gleichen Weg ging wie wir, und der uns ein Restaurant abseits der Straße zum Col de Tenda empfahl, in dem zwei alte Leute ein gänzlich aus Champignons bestehendes Menu anböten; eine deutsche Familie die nur für die Nacht zur Hütte aufgestiegen war, das Tal nach Entraque sei sehr schön, aber es sei ein sehr langer Aufstieg gewesen, die Kinder fanden sich aber durch die Steinböcke belohnt; ein französiches Paar, die über den Mt. Clapier zurück nach St. Grat gehen wollten.
Mittwoch
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Klarer blauer Himmel. Der Hüttenwirt versichert, dass der auf der Alpes-Sans-Frontieres-Karte gepunkelt eingezeichnete Weg gut markiert und gangbar sei, er habe einige steilere Firnquerungen eben noch mit Drahtseil gesichert. Erst im Wiesenhang talauswärts, dann um mehrere enge Nasen herum nach links in den Nordhang. Viele Steinböcke. Foto unten Blick nach Norden, talauswärts. Der hohe Berg in der hinteren Horizontlinie ist der Mte Viso. Im Nordhang dann schließlich eine weite Geröllsenke, ein kleiner See, und aufwärts zum Bivacco Moncalieri. Auch hier alles voller Steinbockkot, sie stehen ganz nah bei uns. Der Bivacco (Foto rechts, mit Chr.) ist sehr schön gelegen, man blickt auf den kleinen See im Schuttfeld. Etwa 12 Lager, sauber, (vermutlich auch hier die Hand des Hüttenwirts) aber nur etwa 5 Decken. Kein Tisch, kein Stuhl, kein Topf, keine Kochgelegenheit.
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Biv. Moncalieri. Es gibt einen direkten Aufstieg vom Tal hierher. |
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Fotos
links und unten: Der Blick vom Bivacco nach Süden auf die
Grenzkette, Chafrion (3074). Es sind vier Steinböcke zu sehen (Suchbild).
Unter dem Schutt sind vielleicht noch Reste der auf der Karte
eingezeichneten Gletscher. Vom Bivacco aus steigt man auf den Kamm hinter diesem, und auf dem Frat dann Richtung Grenzkamm. Dort ein wenig steil vom Grat herab in einen Hang, an dem mehrere teils steilere Firnfelder zu queren sind, aber kein Gletscher mehr, wie auf der Karte gezeichnet. An einigen waren die angekündigten Drahtseile. Es ging lange durch Stein- und Schneefelder, dann steil in Schutt und Lehm abwärts, und man ist am Pera de Fener. Kurz davor, im fast flachen Gelände, bin ich ganz blöd gestolpert, hab Beine und Stöcke verhakt im Fallen, so dass ich auf's Gesicht fiel, fast in Zeitlupe! Was die Pera de Fener ist, wurde mir nicht ganz klar, ich glaube, da war an einem Felsklotz ein Heiligenbild. Jedenfalls ab hier ausgebauter Pfad in endlosen Serpentinen ins Tal. Mündung in den Weg, der von der Colle di Finestra kommt. Es war ca 12.30 Uhr. Wir machten Pause mit Blick auf das Rifugio Soria Elena. Der Signore aus dem Mairatal holte uns hier ein. Es wurde kälter und bewölkter. Chr. wäre gerne gleich weiter gegangen zum Rif. Genova. Wir blieben aber in Soria: Ein langer Hüttennachmittag. Weder die Hütte selbst, eigenartiger Bau, noch die Landschaft sind sonderlich, und das Wetter grau. Gespräch mit Leuten, die morgen von hier zum Rif. Pagari gehen wollten. Duschen kostet extra Geld. Gutes Abendessen, aber viel Gedränge, große französische Gruppe. |
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